Coronavirus

Zur Entwicklung

Seit dem 27. Januar 2019 ist die Lungenerkrankung COVID-19 in Deutschland präsent.
Bei dem Erreger handelt es sich um ein sogenanntes Beta-Corona- Virus, das mit den Auslösern von SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) und MERS (Middle East Respiratory Syndrome) verwandt ist.
Die WHO deklarierte am 30. Januar 2020 eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite. Auch das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung bis heute als hoch bzw. für Risikogruppen als sehr hoch ein.

Tagesaktuelle Fallzahlen finden Sie auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

  • „Wir haben viel erreicht. Das Infektionsgeschehen in Rheinland-Pfalz ist so niedrig, wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie. In Rheinland-Pfalz haben wir heute 6203 Covid-Kranke. Das ist nur noch ein Anstieg um 28 Fälle im Vergleich zum Vortag. Das gibt uns die Möglichkeit, Corona-Sicherheitsmaßnahmen zu lockern und den Menschen für das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben eine längerfristige Perspektive und mehr Planungssicherheit zu geben." - Ministerpräsidentin Malu Dreyer am 06.05.2020

Kontaktbeschränkungen werden verlängert aber gelockert

Um die COVID-19-Pandemie in Deutschland einzudämmen reagierten Bund und Länder u.a. mit der Schließung von Schulen und Kindergärten sowie der Aussprache eines umfassenden Kontaktverbotes.

Einige coronabedingte Kontaktbeschränkungen wurden von der Bundesregierung bis zum 05. Juni 2020 verlängert. So gelten weiterhin folgende Maßnahmen:

  • Einhaltung eines Mindestabstandes von 1,50 m in der Öffentlichkeit,

  • Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in bestimmten öffentlichen Bereichen,

  • Volksfeste und Festivals bleiben weiterhin bis zum 31.08.2020 untersagt, eine Festlegung von maximalen Besucherzahlen im Bereich der Großveranstaltungen würde am 07.07.2020 in der Sitzung des Corona-Kabinetts thematisiert.

Zusätzlich zu der Maßnahmenverlängerung wurden aber auch Lockerungen beschlossen.
So ist es nun künftig erlaubt, dass sich Angehörige aus zwei Haushalten treffen dürfen.
Zusätzlich dürfen alle Geschäfte, unabhängig der Quadratmeterzahl, unter Auflagen wieder öffnen.

Als weitere Lockerungen in Rheinland-Pfalz u.a. wurden beschlossen:

  • in der Gastronomie, Volkshochschulen, und "köpernahe Dienstleistungen" wie Solarien und Kosmetikstudios soll der Betrieb ab 13.05.2020 wieder möglich sein,

  • Wiedereröffnung von Hotels ab dem 18.05.2020,

  • Freizeit- und Breitensport sind ab sofort wieder gestatten, allerdings sind Wettkämpfe weiterhin untersagt,

  • Bewohner von Alten- und Behindertenpflegeheimen dürfen ab 07.05.2020 wieder Besuch von Familienangehörigen oder einer nahestehenden Person für max. eine Stunde täglich empfangen.

Notfallmechanismus soll Infektionsherde eindämmen

Trotz der aktuell beschlossenen Lockerungen gelten weiterhin die bestehenden Verhaltensregeln. Hierzu zählen u.a. die Abstandregeln und Hygienemaßnahmen. Ziel ist die Ausbreitung von COVID-19 weiterhin einzudämmen.
"Wenn regionale Infektionsherde auftreten, muss man direkt besondere Maßnahmen wieder einsetzen können", erklärte Kanzlerin Merkel in Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin.
Die Länder sollen nach aktueller Beschlussfassung sicherstellen, dass regional auftretende Infektionsherde durch das Umsetzen von konsequenten Beschränkungskonzepten eingedämmt werden. Zum Einsatz kommen sollen die Beschränkungskonzepte, wenn in Landkreisen oder kreisfreien Städten mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen auftreten.

COVID-19-Fälle der letzten 7 Tage/100.000 Einwohner - Dashboard des RKI

Interaktive Karten und Dashboards

Wichtige Telefonnummer

Hotline "Fieberambulanz":
0800 99 00 400
(24-stündige Erreichbarkeit)
Bei Krankheitssymptomen wie Husten, Fieber oder Atemnot sollten Sie sich zunächst telefonisch melden.

Bundesweiter Patientenservice:
116 117
(24-stündige Erreichbarkeit)

Info-Hotline für Rheinland-Pfalz:
0800 575 81 00
(Mo - Fr 8:00 - 18:00 Uhr
Sa & So 10:00 - 15:00 Uhr)

Krankheitsverlauf

Coronaviren kommen weltweit vor und werden vor allem per Tröpfcheninfektion übertragen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tagen beträgt.

Erkrankte zeigen vorrangig Infekte der Atemwege. Typische Symptome der Erkrankung sind Fieber, Husten, Atemnot und ggf. eine Lungenentzündung mit beidseitigen Lungeninfiltraten. Laut WHO verläuft die Erkrankung überwiegend mild, 20% der Erkrankten scheinen einen schweren Krankheitsverlauf zu haben.
Soweit bisher bekannt entwickeln ältere Patienten mit Grunderkrankungen eher eine schwere Erkrankung. Zur Sterblichkeit liegen derzeit noch keine validen Informationen vor. Unter den Todesfällen waren bisher vor allem Menschen mit bereits bestehenden Grunderkrankungen.

Eine ursächliche medikamentöse Therapie gibt es nicht, es erfolgt eine symptomatische Behandlung. Ein Impfstoff steht nicht zur Verfügung. SARS-CoV-2 konnte jedoch in Australien und Italien bereits isoliert werden. Dies ist wichtig für die Entwicklung von zukünftigen Impfstoffen.
Die Gesundheitsbehörden in Deutschland haben infektionshygienische Maßnahmen ergriffen und beobachten die Situation genau, um gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu treffen.

Hygienetipps

Grundsätzlich tragen einfache Hygienemaßnahmen im Alltag dazu bei, sich und andere vor ansteckenden Infektionskrankheiten zu schützen. Präventiv kommen eine Reihe von Hygienemaßnahmen wie Händehygiene, Nies- und Hustenetikette sowie Abstandhalten zu Erkrankten in Betracht.

Ihre Ansprechpartnerin

Jana Siegfried
Fon 06131 28822-20
Fax 06131 28822-8620
Mail siegfried(at)laek-rlp.de

Ausnahmeregelungen zu

Aktualisierung der Kenntnisse und der Fachkunde im Strahlenschutz

Aufgrund der aktuellen Lage gilt laut dem Referat Strahlenschutz des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Folgendes:

1. Im Zeitraum 01.03. bis 30.06.2020 ablaufende Aktualisierungsfristen gelten ohne weitere Prüfung als eingehalten, wenn die Kursteilnahme danach zum nächstmöglichen (beim Kursveranstalter verfügbaren) Termin erfolgt.

2. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Kurs vom Veranstalter abgesagt wurde oder ob
der Teilnehmer absagt (eigene Erkrankung, verstärkte Dienstpflicht, Kinderbetreuung, Vermeidung von Ansteckung für systemrelevante Funktionsträger oder aus persönlichem Risikoempfinden o. ä.).
(PDF)

Nachweispflicht für Fortbildung nach § 95d SGB V

Die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung wird für Ärzte und Psychotherapeuten aufgrund der Coronavirus-Pandemie um ein Quartal verlängert. Das Bundesministerium für Gesundheit hat einer entsprechenden Anfrage der KBV zugestimmt.
Nähere Informationen erhalten Sie über die Praxisnachrichten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Rechtfertigende Indikation in der Röntgendiagnostik und Fachkunde im Strahlenschutz

Um möglichen Engpässen in der radiologischen Versorgung vorzubeugen und den zu erwartenden Zusatzbedarf an radiologischer Thorax-Diagnostik zu decken, reduziert das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten bis auf Weiteres die Anforderungen für das Stellen der rechtfertigenden Indikation in der Röntgendiagnostik für Ärztinnen und Ärzten, die in Kliniken mit durch die Corona-Krise bedingten Engpässen an fachkundigen Ärzten tätig sind.

Gefordert werden:
Erfolgreiche Teilnahme am Grundkurs gemäß Fachkunde-Richtlinie.
Praktische Erfahrung über einen Zeitraum, der ca. 50 % der nach der Fachkunde-Richtlinie erforderlichen Sachkundezeit für das jeweilige Anwendungsgebiet entspricht.
Schriftliche Bestätigung des Erwerbs der ausreichenden praktischen Erfahrung durch diejenige Person, in deren Verantwortungsbereich oder unter deren Aufsicht der Arzt die praktische Erfahrung erworben hat (PDF).

Es ist kein Antrag bei der Landesärztekammer erforderlich.

Bewahren Sie die Bestätigung bitte sorgfältig auf, da er nach einer späteren Fortsetzung und dem Abschluss des Fachkundeerwerbs zur Bescheinigung der Fachkunde der Landesärztekammer vorgelegt werden muss.

Weitere detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte den Schreiben des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (PDF).

Ausfall von Weiterbildungszeiten

Für Ärzte, die derzeit ihre Weiterbildung zum Facharzt machen, gelten vorübergehend erweiterte Fehlzeitenregelungen. Ärzte in Weiterbildung bekommen bislang bei zwölf Monaten Weiterbildung jeweils sechs Wochen als Fehlzeit (Krankheit, Schwangerschaft etc.) anerkannt. Für diese Fehlzeitenregelung können nun auch mögliche Quarantänemaßnahmen angerechnet werden. Dies gilt auch für die Weiterbilder. Sollte diese Zeit durch weitere negative Entwicklungen überschritten werden, werden wir uns bemühen, großzügige Lösungen zu finden.

Durchführung von Fachgesprächen

Die Vorsitzenden der Bezirksärztekammern und der Präsident der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz haben sich in am 20.04.2020 darauf geeinigt, dass Facharztgespräche ab Anfang Mai 2020, unter Berücksichtigung der geltenden Hygienevorschriften, wieder in den Bezirksärztekammern durchgeführt werden.

Regionale Netzwerkbildung der Krankenhäuser

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium erarbeitete einen Konzept, wie auf regionalen Ebenen ein Netzwerk mit mit Maximalversorgern im Zentrum geschaffen werden soll.
Das Ziel ist es die Versorgung in der Region bestmöglich zu sichern.
Das Konzept sieht vor, dass die Maximalversorger in Abstimmung mit den anderen Krankenhäusern der Region die Koordinierung der Versorgung der COVID-19-Patienten übernehmen.

Soforthilfe für Kleinunternehmen und Freiberufler

Die aktuellen Entwicklung in Deutschland stellt Kleinstunternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler vor besondere wirtschaftliche Herausforderungen.
Durch die „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“ stellt das Bundeswirtschaftsministerium eine finanzielle Soforthilfe in einer von bis zu 15.000 Euro zur Verfügung.

Zusätzlich stellt das Land länderspezifische Hilfen für Freiberufler.

Übersicht über die Hilfsprogramme

Links und Downloads