Coronavirus

Zur Entwicklung

Seit Dezember 2019 treten ausgehend von der Stadt Wuhan in China akute Atemwegserkrankungen auf, die durch das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) verursacht werden.

Seit Januar 2020 breitet sich die Erkrankung auch in anderen Ländern aus. Inzwischen gibt es weltweit Erkrankungsfälle. Innerhalb von Deutschland sind in allen Bundesländern Infektionsfälle bestätigt worden.
Bei dem Erreger handelt es sich um ein sogenanntes Beta-Corona- Virus, das mit den Auslösern von SARS (Severe Acute Respiratory Syndrome) und MERS (Middle East Respiratory Syndrome) verwandt ist.
Die WHO deklarierte am 30.01.2020 eine gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite. Auch das Robert Koch-Institut schätzt die Gefährdung für die Gesundheit der Bevölkerung derzeit als hoch bzw. für Risikogruppen als sehr hoch ein.

Das neu diagnostizierte Coronavirus wird aufgrund seiner genetischen Verwandtschaft zum SARS-CoV seit dem 11.02.2020 SARS-CoV-2 (Severe Acute Respiratory Syndrome Corona Virus 2) genannt. Die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Erkrankung wird gemäß WHO COVID-19 genannt.

Tagesaktuelle Fallzahlen finden Sie auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

Krankheitsverlauf

Coronaviren kommen weltweit vor und werden vor allem per Tröpfcheninfektion übertragen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tagen beträgt.

Erkrankte zeigen vorrangig Infekte der Atemwege. Typische Symptome der Erkrankung sind Fieber, Husten, Atemnot und ggf. eine Lungenentzündung mit beidseitigen Lungeninfiltraten. Laut WHO verläuft die Erkrankung überwiegend mild, 20% der Erkrankten scheinen einen schweren Krankheitsverlauf zu haben.
Soweit bisher bekannt entwickeln ältere Patienten mit Grunderkrankungen eher eine schwere Erkrankung. Zur Sterblichkeit liegen derzeit noch keine validen Informationen vor. Unter den Todesfällen waren bisher vor allem Menschen mit bereits bestehenden Grunderkrankungen.

Eine ursächliche medikamentöse Therapie gibt es nicht, es erfolgt eine symptomatische Behandlung. Ein Impfstoff steht nicht zur Verfügung. SARS-CoV-2 konnte jedoch in Australien und Italien bereits isoliert werden. Dies ist wichtig für die Entwicklung von zukünftigen Impfstoffen.
Die Gesundheitsbehörden in Deutschland haben infektionshygienische Maßnahmen ergriffen und beobachten die Situation genau, um gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu treffen.

Tagesaktuelle Fallzahlen und umfassende weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Robert Koch-Instituts.

Beschaffung von Schutzausrüstungen

Als Landesärztekammer verfügen wir leider über keine spezifischen Beschaffungsmöglichkeiten. Wir können daher bei der Beschaffung von Schutzausrüstungen wie Schutzmasken, Schutzkittel etc. nicht behilflich sein.

Der gemeinsame Krisenstab des Bundesministeriums (BMI) des Inneren und des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) stellte die außerordentliche Dringlichkeit für die Beschaffung medizinischer Schutzausrüstung fest. Das BMG beschafft diese zentral für Arztpraxen, Krankenhäuser sowie für Bundesbehörden.

Niedergelassene Ärzte erhalten die Schutzausrüstung von der Kassenärztlichen Vereinigung Rheinland-Pfalz.
Mit der Versorgung der Krankenhäuser wurde das Landesamt für Soziales, Jugend und Versorgung beauftragt.

Wichtige Telefonnummer

Hotline "Fieberambulanz":
0800 99 00 400
(24-stündige Erreichbarkeit)
Bei Krankheitssymptomen wie Husten, Fieber oder Atemnot sollten Sie sich zunächst telefonisch melden.

Bundesweiter Patientenservice:
116 117
(24-stündige Erreichbarkeit)

Info-Hotline für Rheinland-Pfalz:
0800 575 81 00
(Mo - Fr 8:00 - 18:00 Uhr
Sa & So 10:00 - 15:00 Uhr)

Sie sind zur Mithilfe bereit?

Dann wenden Sie sich in Rheinland-Pfalz gerne an das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie.

“match4healthcare” verbindet!

Die bundesweit einheitliche, berufsgruppenübergreifende Plattform “match4healthcare” verbindet schnell das Angebot der Helfenden mit dem Bedarf der Hilfesuchenden.

Aufruf

Donnerstag, 19. März 2020

Deutsche Ärzteschaft ruft auf!

#bleibtfuerunsdaheim

In ihrer Ansprache forderte unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bevölkerung auf die Empfehlungen des RKI und die Verfügungen von Bund und Ländern erst zu nehmen, um gemeinsam diese "historische Aufgabe zu bewältigen". [nachhören]
Auch die Ärzteschaft in Deutschland fordert eindringlich und geschlossen: "Wir bleiben für Euch da. Bleibt für uns daheim."*

Lesen Sie hierzu auch den Kommentar von Lars Hennemann (Chefredakteur der Echo Zeitungen GmbH) "Kein Serum". [PDF]

Hygienetipps

Grundsätzlich tragen einfache Hygienemaßnahmen im Alltag dazu bei, sich und andere vor ansteckenden Infektionskrankheiten zu schützen. Präventiv kommen eine Reihe von Hygienemaßnahmen wie Händehygiene, Nies- und Hustenetikette sowie Abstandhalten zu Erkrankten in Betracht.

Bei Bedarf an Desinfektionsmittel, setzen Sie sich gerne mit uns in Verbindung.
Wir versuchen Ihnen aktuelle Bezugsquellen nennen.

Ihre Ansprechpartnerin

Jana Siegfried
Fon 06131 28822-20
Fax 06131 28822-8620
Mail siegfried(at)laek-rlp.de

Soforthilfe für Kleinunternehmen und Freiberufler

Die aktuellen Entwicklung in Deutschland stellt Kleinstunternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler vor besondere wirtschaftliche Herausforderungen.
Durch die „Corona-Soforthilfe für Kleinstunternehmen und Soloselbständige“ stellt das Bundeswirtschaftsministerium eine finanzielle Soforthilfe in einer von bis zu 15.000 Euro zur Verfügung.

Zusätzlich stellt das Land länderspezifische Hilfen für Freiberufler.

Übersicht über die Hilfsprogramme

Ausnahmeregelungen zu

Ausfall von angemeldeten Fachgesprächen

Ärzte, die sich bereits für Fachgespräche bei der zuständigen Bezirksärztekammer angemeldet haben, jedoch wegen der abgesagten Termine derzeit nicht geprüft werden können, können – unter der Voraussetzung, dass der jeweilige Chefarzt sie hierfür für qualifiziert hält - eingesetzt werden als ob die jeweilige Anerkennung durch die Ärztekammer bereits erteilt wurde.

Aktualisierung der Kenntnisse und der Fachkunde im Strahlenschutz

Aufgrund der aktuellen Lage gilt laut dem Referat Strahlenschutz des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Folgendes:

1. Im Zeitraum 01.03. bis 30.06.2020 ablaufende Aktualisierungsfristen gelten ohne weitere Prüfung als eingehalten, wenn die Kursteilnahme danach zum nächstmöglichen (beim Kursveranstalter verfügbaren) Termin erfolgt.

2. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Kurs vom Veranstalter abgesagt wurde oder ob
der Teilnehmer absagt (eigene Erkrankung, verstärkte Dienstpflicht, Kinderbetreuung, Vermeidung von Ansteckung für systemrelevante Funktionsträger oder aus persönlichem Risikoempfinden o. ä.).
(PDF)

Nachweispflicht für Fortbildung nach § 95d SGB V

Die Frist für den Nachweis der fachlichen Fortbildung wird für Ärzte und Psychotherapeuten aufgrund der Coronavirus-Pandemie um ein Quartal verlängert. Das Bundesministerium für Gesundheit hat einer entsprechenden Anfrage der KBV zugestimmt.
Nähere Informationen erhalten Sie über die Praxisnachrichten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.

Rechtfertigende Indikation in der Röntgendiagnostik und Fachkunde im Strahlenschutz

Um möglichen Engpässen in der radiologischen Versorgung vorzubeugen und den zu erwartenden Zusatzbedarf an radiologischer Thorax-Diagnostik zu decken, reduziert das Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten bis auf Weiteres die Anforderungen für das Stellen der rechtfertigenden Indikation in der Röntgendiagnostik für Ärztinnen und Ärzten, die in Kliniken mit durch die Corona-Krise bedingten Engpässen an fachkundigen Ärzten tätig sind.

Gefordert werden:
Erfolgreiche Teilnahme am Grundkurs gemäß Fachkunde-Richtlinie.
Praktische Erfahrung über einen Zeitraum, der ca. 50 % der nach der Fachkunde-Richtlinie erforderlichen Sachkundezeit für das jeweilige Anwendungsgebiet entspricht.
Schriftliche Bestätigung des Erwerbs der ausreichenden praktischen Erfahrung durch diejenige Person, in deren Verantwortungsbereich oder unter deren Aufsicht der Arzt die praktische Erfahrung erworben hat (PDF).

Es ist kein Antrag bei der Landesärztekammer erforderlich.

Bewahren Sie die Bestätigung bitte sorgfältig auf, da er nach einer späteren Fortsetzung und dem Abschluss des Fachkundeerwerbs zur Bescheinigung der Fachkunde der Landesärztekammer vorgelegt werden muss.

Weitere detaillierte Informationen entnehmen Sie bitte den Schreiben des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten (PDF).

Ausfall von Weiterbildungszeiten

Für Ärzte, die derzeit ihre Weiterbildung zum Facharzt machen, gelten vorübergehend erweiterte Fehlzeitenregelungen. Ärzte in Weiterbildung bekommen bislang bei zwölf Monaten Weiterbildung jeweils sechs Wochen als Fehlzeit (Krankheit, Schwangerschaft etc.) anerkannt. Für diese Fehlzeitenregelung können nun auch mögliche Quarantänemaßnahmen angerechnet werden. Dies gilt auch für die Weiterbilder. Sollte diese Zeit durch weitere negative Entwicklungen überschritten werden, werden wir uns bemühen, großzügige Lösungen zu finden.

Regionale Netzwerkbildung der Krankenhäuser

Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium erarbeitete einen Konzept, wie auf regionalen Ebenen ein Netzwerk mit mit Maximalversorgern im Zentrum geschaffen werden soll.
Das Ziel ist es die Versorgung in der Region bestmöglich zu sichern.
Das Konzept sieht vor, dass die Maximalversorger in Abstimmung mit den anderen Krankenhäusern der Region die Koordinierung der Versorgung der COVID-19-Patienten übernehmen.

Beispiele für europäische Solidarität

Links und Downloads

Termine

29.04.2020: ABGESAGT - Vertreterversammlung

Erbacher Hof, Mainz

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19.05.2020: ABGESAGT - 123. Deutscher Ärztetag 2020

Mainz

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20.05.2020: ABGESAGT - 123. Deutscher Ärztetag 2020

Mainz

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21.05.2020: ABGESAGT - 123. Deutscher Ärztetag 2020

Mainz

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22.05.2020: ABGESAGT - 123. Deutscher Ärztetag 2020

Mainz

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