Landesärztekammer Rheinland-Pfalz

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Qualifikation von Nicht-ärztlichen Praxisassistenten gemäß Delegations-Vereinbarung (Anlage 8 Bundesmantelvertrag-Ärzte) zum 01.01.15

Qualifizierte Praxis-Mitarbeiterinnen sind für Ärztinnen und Ärzte wichtige Stützen. Sie können niedergelassene Ärzte und Ärztinnen unterstützen und bei delegierten Aufgaben auch entlasten.
Um sich zu qualifizieren, können sich Medizinische Fachangestellte (MFA) zur Versorgungsassistentin in der Hausarztpraxis (VERAH) fortbilden. Bereits fortgebildete VERAHs können sich zudem zur Nicht-ärztlichen Praxisassistentin (NäPA) weiter fortbilden.

Die Qualifikation zur VERAH kann auf die NäPA angerechnet werden.
Wenn Ihre MitarbeiterInnen bereits eine VERAH-Fortbildung durchlaufen und auch schon die Zusatzqualifikation zur NäPa erworben haben, dann stellt die Landesärztekammer das NäPa-Zertifikat aus.

Achtung: Die Übergangsregelung für NäPA in Ausbildung ist bis zum 31. Dezember 2018 verlängert worden. Die Übergangsregelung war ursprünglich bis 31. Dezember 2016 befristet. Damit können Haus- und Fachärzte weiterhin schon dann eine Genehmigung für eine NäPA erhalten, wenn sich diese noch in Ausbildung befindet. In diesen Fällen ist die Genehmigung bis zum voraussichtlichen Abschluss der Fortbildung zu befristen, längstens jedoch für vier Quartale.
Diese Regelungen und weitere Änderungen der Vergütung im Zusammenhang mit der Förderung von Praxen mit einer NäPA finden Sie voraussichtlich in Kürze auf der Internetseite der » KBV.

Für das NäPa-Zertifikat brauchen Sie folgende Unterlagen:

• VERAH-Zertifikat
• Nachweise von 20 zusätzlichen Hausbesuchen
• Nachweise von 20 zusätzlichen Theoriestunden
• Nachweis über die bestandene Ergänzungsprüfung

Die 20 zu erbringenden Theoriestunden sind wahlweise in Form von VERAHplus Kursen nachzuweisen:
• Sterbebegleitung (6 U-Std.)
• Schmerz (4 U.-Std.)
• Demenz (4 U.-Std.)
• Ulcus Cruris (6 U.-Std.)

und/oder in Form von Modulen aus dem Curriculum der NäPa
• Arzneimittelversorgung (8 U.-Std.)
• Häufige Krankheitsbilder in der hausärztlichen Praxis (20 U.-Std.)
• Häufige Untersuchungsverfahren in der Praxis (8 U.-Std.)
• Psychosomatische und psychosoziale Patientenversorgung (15 U.-Std.)

Entsprechende Kurse werden unter anderem vom Hausärzteverband angeboten. Hier kann auch die erforderliche schriftliche Ergänzungsprüfung abgelegt werden.
Dies gilt auch dann, wenn nicht der Kurs des Hausärzteverbandes Rheinland-Pfalz, sondern ein Kurs einer anderen Institution absolviert worden ist, die keine Ergänzungsprüfung durchführt.
Ebenso bietet die Carl-Oelemann-Schule der Landesärztekammer Hessen NäPa-Aufbaufortbildungen für VERAHs an. Die entsprechenden Informationen zu Kursen finden Sie » hier...

Ihre Fragen zur Abrechnung der entsprechenden Gebührenziffer richten Sie bitte direkt an die Kassenärztliche Vereinigung Rheinland-Pfalz.

Sie können uns die Unterlagen per Post senden, faxen oder auch mailen.
Ein Musterschreiben zur Einreichung der Unterlagen finden Sie » hier… [71 KB]

Die Ausstellung der entsprechenden Bescheinigung kostet 20 Euro.

Weitere Informationen finden Sie im » "Memorandum of Understanding" [166 KB] zwischen der Bundesärztekammer und dem Deutschen Hausärzteverband/ Institut für hausärztliche Fortbildung in Köln sowie in der » Delegations-Vereinbarung [4.350 KB] (Anlage 8 BMV-Ä).

Ihre Ansprechpartnerin in der Landesärztekammer ist » Jana Jüngling

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