Weiterbildung nur mit Approbation

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Wichtiger Hinweis für Ärztinnen und Ärzte in Rheinland-Pfalz, die mit Berufserlaubnis tätig sind: Der Beginn einer Weiterbildung ist nur noch mit Approbation möglich.

Zum 24. Februar 2016 ist aufgrund einer EU-Richtlinie eine Änderung des Heilberufsgesetzes des Landes Rheinland-Pfalz (vgl. § 37 Abs. 2 HeilBG) in Kraft getreten. Hiernach darf mit der Weiterbildung erst begonnen werden, wenn Ärztinnen und Ärzte die ärztliche Grundausbildung nach § 3 Abs. 1 S. 1 Nr. 4 der Bundesärzteordnung, in der jeweils geltenden Fassung, abgeschlossen haben oder wenn sie über einen gleichwertigen Ausbildungsstand oder einen gleichwertigen Kenntnisstand verfügen, den sie mit einer bestandenen Kenntnisprüfung nachgewiesen haben.

Diese Neuregelung ist für alle Ärztinnen und Ärzte von Bedeutung, die aus Drittstaaten (außerhalb der EU) kommen und denen vom Landesamt für Jugend, Soziales und Versorgung in Rheinland-Pfalz eine Berufserlaubnis für die ärztliche Tätigkeit in Rheinland-Pfalz erteilt wurde beziehungsweise wird.
Für die Kolleginnen und Kollegen bedeutet dies konkret, dass bis zur Feststellung des gleichwertigen Kenntnisstandes (Erteilung der Approbation) die ärztliche Tätigkeit nicht mehr auf die ärztliche Weiterbildung angerechnet werden kann.

Zur Wahrung des Vertrauensschutzes hat sich die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz mit dem für die Rechtsaufsicht zuständigen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie auf folgende Regelung geeinigt:

Allen Ärztinnen und Ärzten, deren Berufserlaubnis vor dem 24. Februar 2016 erteilt wurde, können die ärztlichen Tätigkeiten, die sie im Rahmen selbiger absolvieren, bis zum Ablauf dieser Berufserlaubnis, längstens jedoch bis zum 23. Februar 2018 auf die Weiterbildung weiterhin angerechnet werden.

Allen Ärztinnen und Ärzten, die ab dem 24. Februar 2016 eine Berufserlaubnis erhalten haben beziehungsweise noch erhalten, kann die absolvierte ärztliche Tätigkeit nicht mehr auf ihre Weiterbildung angerechnet werden.

Die Landesärztekammer hat alle Ärztinnen und Ärzte mit Berufserlaubnis, soweit ihr diese bekannt sind, über diese Neuregelung zusätzlich schriftlich informiert.

Ärztinnen und Ärzte, die zwischenzeitlich bereits eine Approbation erhalten haben, sollten hierüber umgehend eine beglaubigte Kopie ihrer zuständigen Bezirksärztekammer senden.

© 2002 - 2017  Landesärztekammer Rheinland-Pfalz  Stand: 13.06.2017